Der menschliche Körper ist für mich eine gigantische Konstruktion,die vielen kleinen Ordnungsmechanismen unterliegt. Von Außenbetrachtet hat Jeder von uns eine andere Körperform – ob dick, dünn,klein, oder groß – jedoch besteht jeder unserer Körper aus dengleichen Komponenten. Durch die vielen Schichten aus Haut, Muskelnund Knochen gelangen wir in unser Innerstes zu unserer Organe.Die Meisten liegen an- und ineinander unter dem Rippenkonstrukt undsind verbunden durch kabelähnliche Adern und Schläuche. UnsereOrgane bilden eine Art Fabrik oder Labor. Es wird gepumpt, weitergeleitet,gefiltert und ausgeschieden.Die Aneinanderreihung der Funktionen bildet ein Gefüge, welches unserLeben ermöglicht. Kommt es zu einem Ausfall eines Mechanismus inder Funktionskette, droht der Stillstand. Aber ist es wohl möglich durchUmordnung etwas Neues entstehen zu lassen?Ich habe mich dem Thema zeichnerisch sowie druckgrafisch angenähert.Der Kontrast zwischen schwarz/weißen Radierungen und farbigen Buntstiftzeichnungenist groß und gewollt und es ergibt sich eine interessanteSpannung. Zu den fleischfarbenen oder kontrastreichen Farbmischungenund künstlich wirkenden Buntstiftzeichnungen, stehen die in Graustufenausgearbeiteten Radierungen, wie Röntgenbilder oder Mikroskopaufnahmengegenüber. Zellen werden in ihrer unterschiedlichen Trennungsphasesichtbar, Vermessungen werden vorgenommen und Flüssigkeiten getrenntweitergeleitet.Da ich mit beiden Arbeitswegen parallel gearbeitet habe, ist den Bildernnicht nur die inhaltliche Verbindung zu entnehmen, auch ein gestalterischerKonsens wird durch die reduzierte Formensprache und die Farbflächigkeitdeutlich.